Gegen Vernachlässigung des Mannes im Gesundheitswesen

Die Vernachlässigung des Mannes im Gesundheitswesen

Mann beim Arzt

„Männer haben Muskeln, Männer sind furchtbar stark, Männer können alles, Männer kriegen 'nen Herzinfarkt und Männer sind einsame Streiter, müssen durch jede Wand, müssen immer weiter...“ Wer erinnert sich nicht an den Klassiker von Herbert Grönemeyer? Geändert hat sich an den Kernaussagen zur Männergesundheit bis heute nicht viel: Noch immer haben Männer eine geringere Lebenserwartung, legen einen gesundheitsgefährdenden Lebensstil an den Tag, nehmen medizinische und psychologische Unterstützungsangebote selten in Anspruch, meiden Vorsorgeuntersuchungen und gehen erst bei akuten Beschwerden zum Arzt. Mancher Mann lässt seinem PKW mehr Aufmerksamkeit und Pflege angedeihen als dem eigenen Körper.

 

Männer sind kränker

 

 „Männer haben gesund zu sein, müssen funktionieren." Doch was ist, wenn die Gesundheit verrücktspielt? Wenn sich konkrete und diffuse Beschwerden zu ernsthaften Krankheiten entwickeln?

 

Auch bei Männern ist eine nachlassende Sexualhormonproduktion zu verzeichnen, erkennbar am sinkenden Blutspiegel des männlichen Sexualhormons Testosteron. Diese Veränderungen treten aber, im Vergleich zu den Veränderungen bei der Frau, sehr viel langsamer auf und unterliegen individuell starken Schwankungen.

Auch Männer leiden unter "Wechseljahresbeschwerden". Deshalb einen Arzt aufzusuchen, kommt nur wenigen in den Sinn. Doch neben einer allgemeinen Verringerung der Lebensqualität kann ein ausgeprägter Testosteronmangel auch zu schwerwiegenden Erkrankungen, wie zum Beispiel Knochenschwund (Osteoporose), führen. Das Risiko für gefährliche Knochenbrüche, vor allem des Oberschenkelhalses, steigt dadurch deutlich an, und die Lebenszeit kann sich erheblich verkürzen. Durch rechtzeitige richtige Hormonersatzbehandlung könnten solche Probleme meist vermieden und die Lebensqualität bis ins hohe Alter erhalten werden.

 

Wohin kann sich der verunsicherte Mann mit z. B. mit diesem Problem wenden?

Für Frauen gibt es den Frauenarzt und für Männer? Es gibt keinen Spezialisten, der AUSSCHLIESSLICH für Männerkrankheiten und -beschwerden zuständig ist!