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Doppelresidenzmodell

Doppelresidenzmodell im Falle der Scheidung

 

Was ist das?

Nach dem Doppelresidenzmodell lebt das Kind die Hälfte der Zeit beim Vater, die andere Hälfte bei der Mutter. Es hat also „zwei Zuhause“. Allerdings kann mit Entscheidung des Verfassungsgerichtshofes vom 23.10.2015 nur eine Adresse als Hauptwohnsitz (Meldeadresse) angegeben werden (mit dem Argument, dass 2 Adressen organisatorisch zu aufwendig sind, z.B. bei Kinderbeihilfebezug.)

 

Kritik am Urteil des VfGH:

Es wird kritisiert, dass es nur einen Hauptwohnsitz für das Kind geben kann, weil 

 

  • nur der Domizilelternteil einen Rechtsanspruch auf Kinderbetreuungsgeld oder Familienbeihilfe hat
  • der Domizilelternteil alleine den Hauptwohnsitz des Kindes bestimmten kann. Der andere Elternteil hat im Falle eines Umzuges nur ein Informations- und Äußerungsrecht.
  • es besteht ein Geldunterhaltsanspruch gegen den nicht-Domizilelternteil
  • die Obsorge des nicht-Domizilelternteils beschränkt werden kann
  • das Doppelresidenzmodell kein Standardmodell ist und es kommt nur zur Anwendung, wenn sich die Eltern einigen oder das Gericht dies entscheidet

 

Weiterführender Link:

www.doppelresidenz.at

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