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der Verlassene...

Plötzlich alleinerziehender Vater -

die Ehefrau, Mutter der gemeinsamen Kinder ist weg. Verlassen, weil sie zu ihrem neuen Freund zog.

Mütter überlegen sich eher sehr lang diesen Schritt genau und wägen Pro und Contra ab. Väter finden sich oft ganz plötzlich in der Rolle des Alleinerziehenden wieder. ...

Tatsache ist nach wie vor, dass vor allem ein betrogener verlassener Mann, bei dem die Kinder zurückbleiben, weil die Partnerin auszieht, nicht in das allgemeine Weltbild passt. Die Kinder gehören zur Mutter und der Schuldige ist ohnehin der Vater, so auch die vorherrschende Meinung in diversen Beratungseinrichtungen.

Etwa 13 % aller Alleinerziehenden sind Männer und die arbeiten vorwiegend in Vollzeitjobs. Aufgrund der wachsenden Scheidungs- und Trennungsrate geht der Trend aber in die Richtung 20 %. Dabei haben die Väter in zwei Drittel aller Fälle sogar mehr als ein Kind in der Vaterfamilie.

Kinder sind der beruflichen Karriere nicht unbedingt dienlich. Das Risiko, seinen Job zu verlieren, steigt ebenso, wie auch die Chance fällt, einen neuen zu finden. Beruf und Familie zu vereinbaren, ist nicht nur für Frauen eine Herausforderung, sondern auch für Männer.

Die Präferenz liegt aber bei den Kindern, sie sind das Wichtigste, nicht die sortierte Wäsche oder das perfekt aufgeräumte Kinderzimmer. In der ersten Zeit allein mit Papa brauchen die Kinder ganz schlicht weg Liebe, Verständnis und Stabilität.

Abgesehen davon, neben Beruf auch noch den Haushalt und zwangsläufig auftretende Schulproblematik unter einen Hut zu bringen, wird von den betroffenen Männern erwartet, keine Schwäche zu zeigen. „Männer müssen ja stark sein, dürfen nicht weinen, sich keine Auszeit gönnen.“
Betroffene Väter sind sich einig, dass es aber auch eine positive Seite ihrer Situation gibt: Die Bindung zu den Kindern ist so intensiv wie nie zuvor.